Präparate für die Durchlichtmikroskopie müssen durchsichtig sein, um sie unter dem Mikroskop betrachten zu können. Auch scheinbar undurchsichtige Objekte wie innere Organe oder Holz werden durchsichtig, wenn man sie in hauchdünne Scheiben von 5 bis 10 µm Dicke schneidet, oder Steine auf eine Dicke von 30 µm plan schleift.
Dazu dienen Mikrotome (micros = klein, tomein (gr) = schneiden), von einfachen Handmikrotomen bis zu tischgroßen Tetrandern.
Zuvor müssen die meisten Objekte jedoch in eine feste Masse eingebettet werden, um die ausreichende Schnittfestigkeit zu vermitteln. Üblicherweise ist dies Paraffin, oder Celloidin, für sehr dünne Schnitte (<< 5µm) auch Epoxid-Kunstharze, die dann mit Glas oder Diamantmessern geschnitten werden (=> Ultramikrotom).
Gesteinsbrocken und Mineralien werden erst zu kleinen Würfeln gesägt und auf einer Seite poliert. Dann werden dünne Scheiben abgesägt und, die polierte Seite zum Objektträger hin, mit durchsichtigem Kunstharz aufgeklebt. Jetzt wird auch die andere Fläche vorsichtig mit immer feinerem Schmirgel abgetragen, bis schließlich nur noch eine 30 µm dicke Schicht übrig bleibt. Diese wird dann mit einem Deckglas eingebettet. Der arbeitsintensive Aufwand ihrer Herstellung erklärt auch den Preis solcher geologischen und mineralogischen Präparate.
Im folgenden werden einige Mikrotome vorgestellt:



